Evangelium

Vorbilder des Heils – #12 Deckel der Bundeslade

In dem Deckel der Bundeslade sehen wir neben dem Ort der Gemeinschaft mit Gott auch ein sehr schönes Vorbild auf das Heil in Christus. 

Der „Sühndeckel“ im Alten Testament

Lesen wir zunächst von seiner Einsetzung:

„17 Und mache einen Deckel aus reinem Gold: zweieinhalb Ellen seine Länge und eineinhalb Ellen seine Breite. 18 Und mache zwei Cherubim aus Gold; in getriebener Arbeit sollst du sie machen an beiden Enden des Deckels; 19 und mache einen Cherub an dem Ende der einen Seite und einen Cherub an dem Ende der anderen Seite; aus dem Deckel sollt ihr die Cherubim machen an seinen beiden Enden. 20 Und die Cherubim sollen die Flügel nach oben ausbreiten, den Deckel mit ihren Flügeln überdeckend, und ihre Angesichter einander gegenüber; die Angesichter der Cherubim sollen gegen den Deckel gerichtet sein. 21 Und lege den Deckel oben auf die Lade; und in die Lade sollst du das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. 22 Und dort werde ich mit dir zusammenkommen und von dem Deckel herab, zwischen den beiden Cherubim hervor, die auf der Lade des Zeugnisses sind, alles zu dir reden, was ich dir an die Kinder Israel gebieten werde.“ (2.Mose 25:17-22)

Wenn wir in Vers 17 von dem „Deckel“ lesen, so ist das hebräische Wort von einem Zeitwort abgeleitet, das ursprünglich „zudecken“, gewöhnlich aber „sühnen, vergeben“ bedeutet. Die sprachliche Bedeutung lässt sich also durchaus mit „Sühndeckel“ oder „Versöhnungs-/Sühnobjekt“ übersetzen.

Es ist bezeichnend, dass der Deckel einmal im Jahr – am großen Versöhnungstag – mit Blut besprengt werden musste – ein schönes Vorbild auf das stellvertretende, sühnende Opfer Jesu Christi!

Der „Sühndeckel“ im Neuen Testament

Kommen wir nun zur Beschreibung des „Sühndeckels“ im Neuen Testament und lesen dazu zwei biblische Referenzen:

„22 Denn es ist kein Unterschied, 23 denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes 24 und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist; 25 den Gott dargestellt hat als ein Sühnmittel durch den Glauben an sein Blut, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden 26 unter der Nachsicht Gottes; zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, dass er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist.“ (Römer 3:22-26)

2 Denn eine Hütte wurde zugerichtet, die vordere – in der sowohl der Leuchter war als auch der Tisch und die Darstellung der Brote –, die das Heilige genannt wird; 3 hinter dem zweiten Vorhang aber eine Hütte, die das Allerheiligste genannt wird, 4 die ein goldenes Räucherfass hatte und die Lade des Bundes, überall mit Gold überzogen, in der der goldene Krug war, der das Manna enthielt, und der Stab Aarons, der gesprosst hatte, und die Tafeln des Bundes; 5 oben über ihr aber die Cherubim der Herrlichkeit, den Sühndeckel überschattend, worüber jetzt nicht im Einzelnen zu reden ist.“ (Hebräer 9:2-5) 

Der grundtextliche Begriff für „Sühnmittel“ in Römer 3 und „Sühndeckel“ in Hebräer 9 ist identisch, was beweist, dass es sich bei dem Sühndeckel tatsächlich um ein Vorbild auf das Heil in Christus handelt.

Manche Bibelübersetzungen übersetzen „Sühnmittel“ in Römer 3 mit dem Wort „Gnadenstuhl“. Darin finden wir eine schöne Parallele zum „Thron der Gnade“ aus Hebräer 4:

„16 Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe.“ (Hebräer 4:16)

Es ist faszinierend, in diesem alttestamentlichen Vorbild Voraussagen zur Gemeinschaft mit Gott, dem stellvertretenden, sühnenden Opfer Christi und dem Mittel zum Zugang zum Thron der Gnade zu finden. Dennoch ist es nur ein Vorbild. Die Erfüllung geschah durch etwas weit wunderbareres: Jesus Christus selbst!

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