Bekehrungen – #10 Lydia
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von
Oliver Attendorn
Wir lesen von der Bekehrung Lydias, der Purpurkrämerin in Apostelgeschichte 16:
„14 Und eine gewisse Frau, mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, die Gott anbetete, hörte zu, deren Herz der Herr auftat, dass sie Acht gab auf das, was von Paulus geredet wurde. 15 Als sie aber getauft worden war und ihr Haus, bat sie und sagte: Wenn ihr urteilt, dass ich dem Herrn treu bin, so kehrt in mein Haus ein und bleibt. Und sie nötigte uns. […] 40 Als sie {Paulus und Silas} aber aus dem Gefängnis hinausgegangen waren, gingen sie zu Lydia; und als sie die Brüder sahen, ermahnten sie sie und gingen weg.“ (Apostelgeschichte 16:14-15.40)
Es sind nur wenige Sätze, die uns die Bekehrung Lydias und ihre weitere Entwicklung schildern, dennoch finden wir in ihnen wichtige Anregungen für unseren missionarischen Dienst.
Lydia stammte aus der Region Lydien in Kleinasien, konkret aus Thyatira. Wir wissen aus Offenbarung 1:11; 2:18.24, dass Thyatira eine der Empfänger-Gemeinden der so genannten Sendschreiben war. Auch wenn wir um ihre Entstehung keine verlässlichen Informationen haben, ist es gut möglich, dass diese Gemeinde im Haus Lydias entstand, wie wir später sehen werden.
Gott (er)hört Gebet
Wir lesen zunächst, dass Lydia Gott anbetete. Wir können davon ausgehen, dass sie sich mit vielen Fragen an Gott wandte. Gott nutzte Paulus und Timotheus dazu, diese Fragen zu beantworten und tat das Herz Lydias auf. Eine schöne Bestätigung der Zusagen des Herrn in Matthäus 7:
„7 Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden. 8 Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden.“ (Matthäus 7:7-8)
Gott spricht durch sein Wort
Auch an dieser Stelle gründet sich der Glaube auf der Verkündigung, die wiederum Gottes unverfälschtes Wort enthält.
„17 Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.“ (Römer 10:17)
Manche Evangelisationen und Gespräche an z.B. Büchertischen gründen sich nicht mehr auf das reine, unverfälschte Wort Gottes. Es ist daher wichtig, sich selbst immer wieder zu prüfen, ob unsere Verkündigung „durch Gottes Wort“ gespeist wird – denn Gottes Wort hat die Kraft in sich selbst und vermag zu retten:
„16 Habe Acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Dingen, denn wenn du dies tust, so wirst du sowohl dich selbst erretten als auch die, die dich hören.“ (1.Timotheus 4:16)
„3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und in vielem Zittern; 4 und meine Rede und meine Predigt war nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, 5 damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gottes Kraft.“ (1.Korinther 2:3-5)
Hören wir zu?
„19 Sooft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, kommt der Böse und reißt weg, was in sein Herz gesät war; dieser ist es, der an den Weg gesät ist. […] 23 Der aber auf die gute Erde gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört und versteht, der wirklich Frucht trägt; und der eine bringt hervor hundert-, der andere sechzig-, der andere dreißigfach.“ (Matthäus 13:19.23)
Glaube führt zu Gemeinschaft
Es wichtig, dass sich ein junger Glaube durch Gemeinschaft und in der Gemeinschaft von Glaubensgeschwistern gesund entwickeln kann. Wir sollten uns deshalb – in Anlehnung an den barmherzigen Samariter – am „Ende“ unseres evangelistischen Bemühens immer um eine Herbergs-Gemeinde bemühen, in die wie die Neubekehrten einführen können und wo man um sie „Sorge trägt“.